Der einzige, ungefährliche Weg sein Amalgam entfernen zu lassen

Amalgam? Das ist doch das silberne Zeug in den Zähnen vieler kariesgeplagter Menschen oder?

Richtig.

Wie in vielen Ländern der Welt wird Amalgam auch hier in Deutschland als billiger Zahnfüllstoff eingesetzt. Gerade die Karieslöcher von heranwachsenden Kleinkindern werden gerne mit dem „Mundsilber“ veredelt.

Dabei ist Amalgam alles andere als ungefährlich. Diverse durchgeführte Studien 1 zeigen die extreme Schädlichkeit von Amalgam – konkret von dem enthaltenen Quecksilber – für die Umwelt und die menschliche Gesundheit auf.

Meine persönliche Amalgamentfernung

Als ich mir Ende 2011 meine 2 Amalgamplomben entfernen liess,  war die Beseitigung der Giftplomben eine dringend notwendige Maßnahme. Ich musste das damals überlaufende „Giftfaß“ unbedingt entlasten und meinen Körper bei seiner Selbstheilung unterstützen.

Die erste Zeit nach der Amalgamentfernung verbesserten sich meine mentalen Symptome wie die Stärke und Häufigkeit der Kopfschmerzen und Wortfindungsstörungen beachtlich. Leider verliefen die körperlichen Verbesserungen nicht konstant so weiter.

Zu der damaligen Zeit hatte ich nicht genug Geld, um auch alle Schutzmaßnahmen für eine sichere Amalgamentfernung wahrzunehmen zu bezahlen.
Ein paar Monate nach der Amalgamentfernung verschlimmerten sich meine mentalen Probleme und ich durchlebte  eine erneute depressive Phase mit Ängsten und nächtlichen Halluzinationen.

Die Entfernung der Amalgamplomben ging nicht wie erhofft einfach spurlos an meinem Körper vorbei.

Heutzutage würde ich mir Amalgam nur noch unter Einsatz aller Schutzmaßnahmen entfernen lassen. Faule Kompromisse hätten keine Chance mehr.

In diesem Artikel geht es nun um die ordnungsgemäße und risikoarme Entfernung von Amalgam aus deinem Mund.

Damit möchte ich sicher stellen, das du nicht den selben Fehler wie ich machst und dir durch die Amalgamentfernung zusätzlich schadest.

Zahngesundheit

Wer sich mit der Ganzheitlichkeit des Körpers beschäftigt, wird schnell über die Problematik der Zahngesundheit stolpern. Der Zahn besteht nun einmal von Natur aus nur aus Zahnschmelz und nicht aus Ersatzfüllstoffen wie Gold, Amalgam, usw.

Jeder Fremdstoff im Körper ist per Definition unnatürlich und übt eine potentielle Belastung auf den eigenen Körper aus.

Die Amalgamfüllung die dir dein Zahnarzt in deinen Mund gestopft hat, ist eine Legierung die aus diversen Schwermetallen besteht. Quecksilber macht mit mindestens 50% den Großteil davon aus. Die restlichen 50% der Amalgamfüllung variert je nach Hersteller, umfasst aber u.a. Silber, Zinn und Kupfer.

Trotz des Cocktails an Schwermetallen behaupten die Vertreter der Zahnärzte und Krankenkassen weiterhin, das Amalgam ein problemloser, sicher Zahnfüllstoff ist… in deinem Mund ist Amalgam also laut der Hersteller und Pharma kein Gesundheitsrisiko. Es ist kein Problem.

Wird dir jedoch Amalgam aus dem Mund entfernt, ist es plötzlich ein Problem2 :

Amalgamreste und leere Amalgamkapseln müssen getrennt in speziellen Behältern entsorgt werden. Diese Behälter enthalten Fixiersalze oder andere chemische Substanzen, die Quecksilberdämpfe binden. Die Behälter sind ordnungsgemäß über die jeweiligen Herstellerfirmen zu entsorgen. Die entsprechenden regionalen Entsorgungsvorschriften sind zu beachten.

Entferntes Amalgam wird außerhalb deines Körpers wie Sondermüll behandelt. Das sollte jedem Menschen mit gesunden Menschenverstand zu denken geben.

Wilder Aktionismus ist kontraproduktiv

Du bist nun vielleicht überzeugt, das Amalgam doch nicht so unschädlich für deinen Körper ist, wie es dir die Medien und die Ärzte weismachen wollen. Es ist völlig normal, wenn du dir jetzt deine Amalgamfüllungen schnellstmöglich entfernen lassen willst.

Doch Achtung!

Blinder und wilder Aktionismus ist beim Thema Amalgamentfernung vollkommend kontraproduktiv. Durch ein unüberlegtes und vorschnelles Handeln kannst du deine gesundheitliche Lage extrem verschlimmern.

Die Entfernung von Amalgam bedarf weitreichender Sicherheitsmaßnahmen. Schlussendlich soll dein Körper und deine Gesundheit von der Entfernung des Amalgams profitieren und nicht zusätzlich belastet werden.

Das Hauptproblem ist einfach erklärt:

Das Gehirn ist ein extrem empfindliches Organ und sein Schutz hat im Köper eine sehr hohe Priorität. Durch die sogenannte Blut-Hirn-Schranke ist dein Gehirn normalerweise vor Giftstoffen aus dem Blutkreis geschützt. Die Blut-Hirn-Schranke ist wie ein feines Sieb, was Fremdstoffe daran hindert in das Gehirn einzudringen und dort Schäden anzurichten.

Bei dem ungeschützten, hochtourigen Rausbohren deines Amalgams entstehen nun aber extrem hohe Dosen giftiger Quecksilberdämpfe. Diese Dämpfe atmest du dann während der ungeschützten Amalgamentfernung durch deine Nase und Lunge ein.

Die Quecksilberdämpfe gelangen dann durch die Riechnerven der Nase direkt ins zentrale Nervensystem des Gehirns, da es zwischen Nase und Gehirn eine Lücke in der Blut-Hirn-Schranke gibt. Die gefährlichen Quecksilberdämpfe umgehen damit die Blut-Hirn-Schranke.

Quecksilberteilchen kommen nun direkt mit deinem Gehirn in Kontakt und können dort erhebliche Schäden auf deine Nervenzellen ausüben. Es kann somit zu einer Verschlechterung deiner Gesundheit kommen, da die eingeatmete Konzentration an Quecksilber extrem hoch ist.

Das ungeschützte Ausbohren lässt eine Quecksilberkonzentration entstehen, die durch das normale Weitertragen deiner Amalgamplomben normalerweise erst über viele Jahre entstanden wäre.

Jetzt verstehst du, warum man Amalgam nicht vorschnell, sondern mit Bedacht entfernen lässt. Wie sieht nun also eine umfangreiche und sichere Amalgamentfernung aus?

Sicherheitsvorkehrungen wie in Fort Knox

Bei der Amalgamentfernung brauchst den besten Schutz den dein Budget hergibt. Es gilt soviele Schutzmaßnahmen wie nur möglich aufzubauen. Die Entfernung des Amalgams soll schließlich eine Giftquelle im Körper entfernen und nicht selbst eine Vergiftungsaktion werden.

Um deinem Körper während der Amalgamentfernung den bestmöglichen Schutz  zu bieten, sind folgende 8 Maßnahmen unbedingt notwendig:

1. Schutzbrille

Während des Ausbohrens solltest du eine Schutzbrille tragen. Diese verhindert, das dein Auge von möglicherweise kleinen, herumschleudernden Amalgamteilchen aus deinem Mundraum verletzt wird.

Es muss nicht unbedingt die oben abgebildete Schutzbrille sein. Falls du aufs Budget achten musst, ist eine Taucherbrille eine günstige Alternative.

2. Kofferdam

Der Kofferdam ist ein gummiartiges Tuch und dient der Isolierung des betroffenden Zahns. Durch das Zudecken der Mundhöhle wird ein Verschlucken der Amalgamteile verhindert.

Jeder Zahnarzt sollte einen Kofferdam besitzen. Falls dein Zahnarzt in seinen Praxisräumen keinen Kofferdam hat, oder die Verwendung mit dem Grund der Unhandlichkeit beim Eingriff (wie es ein Zahnarzt bei mir versuchte) ablehnt, such dir einen anderen Arzt. 

3. Sauerstoff

Wie schon beschrieben, ist der beim Ausbohren entstehende Quecksilberdampf hoch gefährlich. Eine Sauerstoffversorgung über die Nase verhindert das Einatmen des Quecksilberdampfs. Hierfür bietet sich eine medizinische Nasensonde an, die auch in Krankenhäusern benutzt wird.

Wichtig: Beim Einschalten der Sauerstofflasche sollte man den Sauerstoff in der Nasensonde hören können. Ziel ist es in der Nase eine Art Überdruck herzustellen, damit eine weitere Barriere gegenüber dem Quecksilberdampf existiert.

4. Niedertouriger Bohrer

Zahnärzte ohne das benötigte Fachwissen würden dir deine Amalgamplomben mit ihren normalen „Alltagsbohrern“ entfernen. Diese „Alltagsbohrer“ drehen jedoch mit durchschnittlich 45000 Umdrehungen die Minute.

Logischerweise erzeugen mehr Umdrehungen aber auch eine höhere Temperatur an der auszubohrenden Amalgamplombe. Es gilt:

Hohe Temperatur = mehr Quecksilberdampf

Niedrige Temperatur = weniger Quecksilberdampf

Dein Zahnarzt sollte daher bei der Ausbohrung des Amalgams niedertourige Bohrer zum Einsatz bringen. Diese drehen mit 22500 Umdrehungen nur halb so schnell, erzeugen dadurch weniger Wärme und damit schlussendlich auch weniger Quecksilberdampf.

5. Wasserspraykühlung

Um die Temperatur des Mundinnenraums niedrig zu halten und damit die Entstehung von Quecksilberdämpfen zu minimieren, setzt der Zahnarzt eine Wasserspraykühlung ein. Ein sehr feiner Wasserstrahl kühlt und spült die entstehenden Amalgampartikel zu einer Lösung zusammen, welche dann mit einem Speichelsauger wie dem Clean-up abgesaugt werden kann.

6. Clean-up Sauger

Der Clean-up Sauger umschliesst den zu behandelnden Zahn von 4 Seiten und saugt während der Behandlung Amalgampartikel und Speichel ab.

Oft wird der Speichel als potentielle Gefahrenquelle übersehen. Es sollte kein Patient seinen eigenen Speichel mit Amalgamsplittern schlucken müssen…

7. Natriumthiosulfat

Natriumthiosulfat ist eine schwefelhaltige Lösung. Der Schwefel in Natriumthiosulfat geht mit Quecksilber eine Bindung ein und macht es unwirksam.

Direkt nach der Amalgamentfernung solltest du daher eine Ampulle Natriumthiosulfat öffnen und für 1 Minute im Mund ordentlich gurgeln. Dadurch wird sehr feiner Amalgamstaub in deinem Mund gebunden und unwirksam gemacht. Spuck nach dem Gurgeln die Natriumthiosulfatlösung einfach in ein Waschbecken und spüle deinen Mund mit reichlich Wasser aus.

Als eine weitere Maßnahme kannst du deinen Zahnarzt bitten, dir die ehemalige Stelle des Amalgams mit Natriumthiosulfat auszuspülen. Dieses Ausspülen sollte direkt nach der Entfernung des Amalgams und vor dem Einsetzen des neuen Zahnstoffes (Keramik, Kunststoff, medizinisches „Zahnbeton“ u.a.) geschehen.

Natriumthiosulfat in Ampullenform ist verschreibungspflichtig. Frage daher deinen Arzt um ein Privatrezept, damit du dir die Ampullen in der Apotheke kaufen kannst. Wenn du ihm den Grund für die benötigten Ampullen nennst, sollte dir dein Arzt das Privatrezept problemlos ausstellen.

8. Medizinische Kohle

Medizinische Kohle (Aktivkohle) ist feinkörniger und poröser Kohlenstoff, welcher Giftstoffe, Schwermetalle und Bakterien im Magen-Darm-Trakt bindet.

Nach der vollständigen Entfernung deiner Amalgamfüllungen nimm 10 Gramm medizinische Kohle mit reichlich Wasser ein. Du stellst so sicher, dass möglicherweise doch verschluckte Amalgamteilchen gebunden und ausgeschieden werden.


Du hast nun eine vollständige Anleitung der erforderlichen Schutzmaßnahmen, die eine risikoarme Amalgamentfernung unbedingt begleiten sollten.

Sollte sich dein Zahnarzt weigern alle oben genannten Schutzmaßnahmen einzusetzen oder die generelle Notwendigkeit dieser Schutzmaßnahmen herunterspielen, wechsel schnellstmöglich deinen Zahnarzt.

Stell deine eigene Bequemlichkeit nicht über deine Gesundheit.

Such lieber etwas länger nach einem kompetenten Zahnarzt, der mit der sicheren Amalgamentfernung auch wirklich vertraut ist.

Denn mit dem richtigen Zahnarzt an deiner Seite stellt eine Amalgamentfernung auch kein großes Problem dar, sondern hilft dir einen großen Faktor deines persönliches „Giftfaß“ entgültig zu beseitigen.

Befreie deinen Mund endlich von der Sondermülldeponie Amalgam.

Du hast nur einen Körper, eine Gesundheit und ein Leben.

Die Schwermetalle deiner Amalgamfüllungen sind für einen gesunden Organismus nicht essentiell.

Waren sie nie und werden sie auch nie.

Das Gegenteil ist der Fall.


P.S. ich persönlich trage zahnmedizinisches „Steinbeton“ als unbedenkliches Zahnfüllmaterial in meinen ehemaligen Zahnlöchern. Eigentlich wird „Steinbeton“ nur als Provisorium – bis zum entgültigen Einsetzen des richtigen Zahnfüllmaterial (Keramik, Kunststoff) – benutzt.

Mit dem „Steinbeton“ habe ich aber keinerlei Einschränkungen beim Kauen und das Provisorium hält seit über 6 Jahren problemlos im Zahn.

 

  1. Tübinger Amalgam – Studie
  2. Entsorgung

2 Kommentare

  1. Yes, how could the dental community ever admit that these fillings are bad? They would get endless lawsuits.

    Nice, informative article!

    All the best,

    Derek

    • Daniel

      3. Oktober 2017 at 12:02

      Thanks for you reply derek.

      „They would get endless lawsuits.“

      Exactly. Money outranks the common goods once again.
      But I hope that the truth about the harmfulness effects from amalgam will gradually win the fight about money interests.

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